Mein Buch: Hans Flierl, Unternehmen, Führung, Management, Wirtschaftlichkeit, Qualität, Steuerbarkeit, Identifizierbarkeit, Transparenz, Vernetzbarkeit, Mittelstand

Veröffentlichungen

Ich schreibe und veröffentliche fleißig. Vielleicht, um die alte Regel zu überprüfen: "Wer schreibt, der bleibt!"

Mehr als 170 Veröffentlichungen, überwiegend zu betriebswirtschaftlichen und sozialwirtschaftlichen Themen, stehen auf meiner Publikationsliste.

Hier finden Sie jeweils die jüngsten Werke aus meiner Feder, jeweils verbunden mit einem Hinweis auf den Verlag oder das Verlagsobjekt, in dem der Text erschienen ist.

SOZIALwirtschaft

Mein Buch: Hans Flierl

Eine Ode an den Autoren, eines der wichtigsten Bücher, welches mich auf meinem Berufsweg begleitete.

Es war im Frühjahr 1983. Ich war gerade, kaum den Jünglingsjahren entwachsen, zum betriebswirtschaftlichen Geschäftsführer des Diakonischen Werks Württemberg berufen worden. Bevor man mich auf die schwäbische Diakonie los ließ, schickte man mich – nein, nicht in die Kolonien, aber nach Kassel, Nürnberg und München, zu befreundeten Diakonischen Werken. Und dort, in München, lernte ich ihn kennen, Hans Flierl, den Oberpfälzer, der stolz den Titel Diakon trug. Das Diakonische Werk Bayern im mittelfränkischen Nürnberg hatte ihn als Botschafter ins oberbayerische München geschickt. Und wie viele Oberpfälzer, Niederbayern und Unterfranken nahm er sein Exilschicksal in der Hauptstadt gelassen, aber ohne erkennbare Leidenschaft, hin.

Hans Flierl war eine Institution in München und in Bayern und darüber hinaus. Er kannte alle in der Wohlfahrt, er wusste alles über alle – und er hatte ein Standardwerk geschrieben, erschienen 1982, in dem alles über die freie und öffentliche Wohlfahrtspflege stand. Ich verschlang dieses Werk, und ich genoss das Privileg, dem Meister selbst, einem wandelnden Wohlfahrtslexikon, voll praller Geschichten über Leute und Institutionen, über die Schulter schauen zu dürfen. Höhepunkt unserer kurzen Zusammenarbeit war nicht etwa eine Pflegesatzverhandlung oder eine Mitgliederversammlung, sondern eine Radtour zum Mittagessen in den traditionsreichen Hirschgarten, wo wir es uns bei landestypischen Speisen und Getränken gut gehen ließen und Hans Flierl Geschichten aus dem wirklichen Leben erzählte.

„Der Flierl“ war über Jahrzehnte das solideste Auskunftswerk über die Wohlfahrt in Deutschland. Sauber recherchiert, neutral betrachtet, nüchtern geschrieben – ein Schatz für alle, die diese Branche kennen lernen wollten oder sie schon liebten. In meinem Bücherregal hat „der Flierl“ bis heute einen Ehrenplatz, auch wenn die Zeit über viele der dort versammelten Daten und Fakten hinweg gegangen ist. Wir bleiben uns treu!

Erschienen in SOZIALwirtschaft 1/2010
NOMOS Verlag Baden-Baden


Kontakt: Prof. Martin Beck

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