Heim und Kirchengemeinde – zwei Welten wollen kooperieren, Unternehmen, Führung, Management, Wirtschaftlichkeit, Qualität, Steuerbarkeit, Identifizierbarkeit, Transparenz, Vernetzbarkeit, Mittelstand

Veröffentlichungen

Ich schreibe und veröffentliche fleißig. Vielleicht, um die alte Regel zu überprüfen: "Wer schreibt, der bleibt!"

Mehr als 170 Veröffentlichungen, überwiegend zu betriebswirtschaftlichen und sozialwirtschaftlichen Themen, stehen auf meiner Publikationsliste.

Hier finden Sie jeweils die jüngsten Werke aus meiner Feder, jeweils verbunden mit einem Hinweis auf den Verlag oder das Verlagsobjekt, in dem der Text erschienen ist.

Vorträge

Heim und Kirchengemeinde – zwei Welten wollen kooperieren

Tagung „Leben im Heim“
Vortrag am 31. März 2008, Bad Boll

Die Heimseelsorge ist – je nach Blickwinkel - ein Schnittpunkt oder eine Sollbruchstelle.

Geht es gut, dann fließen die Energien hinüber und herüber, wie bei einer funktionierenden Steckverbindung.
Geht es nicht so gut, dann gibt es Kurzschlüsse und Netzüberlastungen.
Geht es schlecht, dann fließt gar nichts.

Hier werden die Folgen von nicht anständig erledigten Hausaufgaben in Kirche und Diakonie sichtbar.
Man könnte auch sagen: Wir sind wieder da, wo wir im Mittelalter aufgehört haben, nämlich bei einer ziemlich strengen Trennung von institutioneller und gemeindlicher Diakonie.

Unser Thema begegnet mir in mehreren Lebensbereichen und auf fünf Spielfeldern:

Aus der Sicht des Aufsichtsrates in großen, auch in der Altenhilfe tätigen, Sozialunternehmen der Diakonie

Hier stellt sich mir zum Beispiel die Frage, wie man große, konzernähnliche Unternehmensstrukturen so fein gestalten kann, dass sie mit vielen örtlichen Kirchengemeinden in einen gedeihlichen Kontakt treten können

Aus der Perspektive des (ehemaligen) Kommunalpolitikers

Hier könnte man fragen, was der Bürger eigentlich braucht, und was von den vielen Angeboten eher dem Anbieter als dem Kunden oder der örtlichen Gemeinde nützt

Aus der Perspektive des Beraters, der sozusagen für Gerechte und Ungerechte tätig ist, also für gemeinnützige und für profitorientierte Sozialunternehmen

Hier stelle ich immer wieder fest, wie schwer es heute ist, den wirklichen Mehrwert einer unter evangelischem oder katholischem Schutzmantel erbrachten sozialen Dienstleistung zu beschreiben oder gar zu beweisen

Aus der Perspektive des Synodalvorsitzenden eines Kirchenbezirks, in dem mehr als ein Dutzend Pflegeheime von einem halben Dutzend Trägern, darunter etwa die Hälfte aus der Diakonie, vorzufinden sind.

Hier drängt sich die Frage auf, ob es überhaupt Schnittmengen zwischen örtlicher Kirche und überörtlicher Diakonie gibt, und, wenn ja, wo diese zu finden und wie sie zu pflegen wären

Aus der Sicht des kritischen Begleiters der Wohlfahrtspflege und der Sozialwirtschaft als Autor und als Hochschullehrer

Aus dieser Perspektive beschäftigt mich zum Beispiel die Frage, was der staatlich verordnete Wettbewerb mit den sozialen Angeboten macht und ob es eigentlich sinnvoll sein kann, dass sich Diakoniewerke auf dem Markt feindlich begegnen wie Hund und Katz

Ich werde im Folgenden einer sehr vereinfachten Darstellung folgen. Es gäbe viele Möglichkeiten der Differenzierung, zum Beispiel nach Heimen der Diakonie, der anderen Wohlfahrtsverbände und der zunehmend präsenten gewerblichen Anbieter. Das führt aber zu weit.

Auch könnte man auf der Gemeindeseite weiter unterscheiden zwischen der Situation und den Bedürfnissen der Ortsgemeinde, sagen wir einmal, von Kirchentellinsfurt oder von Baltmannsweiler, und denen von Mittelstädten wie Schorndorf oder Ravensburg, und der Lage in Großstädten wie Ulm oder Stuttgart.

Download: Gesamter Vortrag als pdf-Datei

Kontakt: Prof. Martin Beck

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